{"id":4667,"date":"2019-07-30T12:24:32","date_gmt":"2019-07-30T10:24:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.alpenverein.de\/geschichte\/?post_type=portrait&#038;p=4667"},"modified":"2019-07-16T12:06:26","modified_gmt":"2019-07-16T10:06:26","slug":"sektion-deutsch-fersental","status":"publish","type":"portrait","link":"https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/blog\/portrait\/sektion-deutsch-fersental\/","title":{"rendered":"Sektion Deutsch Fersental"},"content":{"rendered":"\n<p>1904 wurde in St. Felix-Floruz\/San Felice die Sektion\nDeutsch Fersental gegr\u00fcndet. Die Initiative zur Gr\u00fcndung ging von \u00f6rtlichen Honoratioren\naus, in diesem Fall speziell von den Lehrern und der Geistlichkeit. Zudem\nbest\u00e4rkte Julius Pock, Mitglied der Sektion Innsbruck, die Gr\u00fcnder in ihrem\nVorhaben. Durch die Schaffung einer entsprechenden Infrastruktur hoffte man,\nTouristinnen und Touristen ins abgelegene Fersental\/Valle dei Mocheni zu locken und so die wirtschaftliche Lage der\nBev\u00f6lkerung zu verbessern. <\/p>\n\n\n\n<p>Ein weiterer Grund war wohl auch der Wunsch nach dem\n\u201eErhalt des Deutschtums\u201c in diesem Tal. Im Zeitalter des \u201eSprachenkampfes\u201c in\nWelschtirol galt der Erhalt der deutschen Sprache politisch als besonders\nwichtig und wurde unter anderem mit der Gr\u00fcndung eines deutschen Schulvereins\ngef\u00f6rdert.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Sektion Fersental hatte \u2013 f\u00fcr ein abgelegenes Alpental\nund einen Nichtkurort \u2013 einen sehr hohen Mitgliederstand. Allein im ersten\nVereinsjahr z\u00e4hlte sie schon 100 Mitglieder. Die Mitgliederstruktur war\nebenfalls ungew\u00f6hnlich \u2013 1905 hatten knapp 60 der damals 98 Mitglieder ihren\nWohnsitz im restlichen \u00d6sterreich oder im deutschen Kaiserreich. Zumindest ein\nTeil dieser ausw\u00e4rtigen Mitglieder d\u00fcrfte auch Mitglied im Deutschen\nSchulverein gewesen sein, der im Fersental sehr aktiv war. Die Mitgliederzahl\nerreichte 1913 mit fast 200 Mitgliedern ihren H\u00f6hepunkt, nahm dann aber im\nVerlauf des Ersten Weltkrieges \u2013 das Fersental lag im milit\u00e4rischen Sperrgebiet\n\u2013 rasch auf zuletzt 16 Mitglieder ab.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Arbeitsgebiet der Sektion waren Wegebauten, Wegeunterhaltung\nund Markierungsarbeiten im Gebirge des Fersentales.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach Auskunft der Gemeinde Palai finden sich im Fersental\nnoch heute zahlreiche Hinterlassenschaften \u2013 wie zum Beispiel Wegzeichen \u2013 der\n1919 aufgel\u00f6sten und l\u00e4ngst vergessenen Sektion des D\u00d6AV. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1904 wurde in St. Felix-Floruz\/San Felice die Sektion Deutsch Fersental gegr\u00fcndet. Die Initiative zur Gr\u00fcndung ging von \u00f6rtlichen Honoratioren aus, in diesem Fall speziell von den Lehrern und der Geistlichkeit. Zudem best\u00e4rkte Julius Pock, Mitglied der Sektion Innsbruck, die Gr\u00fcnder in ihrem Vorhaben. Durch die Schaffung einer entsprechenden Infrastruktur hoffte man, Touristinnen und Touristen ins [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"featured_media":4672,"template":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-json\/wp\/v2\/portrait\/4667"}],"collection":[{"href":"https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-json\/wp\/v2\/portrait"}],"about":[{"href":"https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-json\/wp\/v2\/types\/portrait"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-json\/wp\/v2\/portrait\/4667\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5921,"href":"https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-json\/wp\/v2\/portrait\/4667\/revisions\/5921"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4672"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4667"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}