{"id":6212,"date":"2019-08-31T11:49:45","date_gmt":"2019-08-31T09:49:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.alpenverein.de\/geschichte\/?post_type=portrait&#038;p=6212"},"modified":"2020-09-01T12:02:38","modified_gmt":"2020-09-01T10:02:38","slug":"sektion-bergverein-tsingtau-china","status":"publish","type":"portrait","link":"https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/blog\/portrait\/sektion-bergverein-tsingtau-china\/","title":{"rendered":"Sektion Bergverein Tsingtau, China"},"content":{"rendered":"\n<p>Im Fr\u00fchjahr 1899 gr\u00fcndete sich unter kaiserlicher\nProtektion der Bergverein Tsingtau, der schon neun Monate sp\u00e4ter dem D\u00d6AV als\nZweigverein beitrat. Prinz Heinrich \u2013 der j\u00fcngere Bruder von Kaiser Wilhelm II.\n\u2013 war zu dieser Zeit als Kommandeur des deutschen Ostasiengeschwaders der\nkaiserlichen Marine in Tsingtau stationiert und erkundete zusammen mit seiner\nFrau touristisch die gebirgige Umgebung der Stadt und das auf dem Gebiet des\nSchutzgebietes bis circa 1100 m hoch aufragende Lauschangebirge. Sie geh\u00f6rten\nbeide zu den 60 Gr\u00fcndungsmitgliedern des Vereins. Prinz Heinrich besuchte\n\u201eseinen\u201c Bergverein Tsingtau letztmals im Oktober des Jahres 1913 anl\u00e4sslich\neiner Inspektionsreise in das Schutzgebiet Kiautschou. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Satzung wies im Gegensatz zu einer normalen\nAlpenvereinssektion einige Besonderheiten auf:<\/p>\n\n\n\n<p>Zweck war es, die Aufschlie\u00dfung und den Besuch der an Natursch\u00f6nheiten reichen gebirgigen Gegenden des Gebietes nach M\u00f6glichkeit zu f\u00f6rdern und zu erleichtern; Mitglied konnte jeder Europ\u00e4er werden sowie Einheimische und Ausw\u00e4rtige auf Lebenszeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Da die Masse der Europ\u00e4er in irgendeinem Zusammenhang mit dem Marinest\u00fctzpunkt standen, war der Anteil der Offiziere und der zivilen Verwaltungsbeamten bei den Mitgliedern sehr hoch \u2013 viel h\u00f6her als er zum Beispiel bei den Sektionen Kiel oder Wilhelmshaven je gewesen ist. Die Mitgliederzahl war angesichts der schmalen Basis durchaus beachtlich und durch st\u00e4ndige Versetzungen \u00fcber das Schutzgebiet und das deutsche Reichsgebiet weit gestreut. Sie stieg schon nach wenigen Jahren auf etwa 100 Mitglieder an, um dann mit Schwankungen bis zur kriegsbedingten Aufl\u00f6sung 1914 auf diesem Level zu verharren. Im Lauschangebirge k\u00fcmmerte sich die Sektion um Wegebau, -unterhaltung und -markierung und errichtete sogar zwei eigene Schutzh\u00fctten: die Irenenbaude und den Tempel Waldfrieden. Im Haus Mecklenburg erhielten ihre Mitglieder dar\u00fcber hinaus erm\u00e4\u00dfigte Unterkunft. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Fr\u00fchjahr 1899 gr\u00fcndete sich unter kaiserlicher Protektion der Bergverein Tsingtau, der schon neun Monate sp\u00e4ter dem D\u00d6AV als Zweigverein beitrat. Prinz Heinrich \u2013 der j\u00fcngere Bruder von Kaiser Wilhelm II. \u2013 war zu dieser Zeit als Kommandeur des deutschen Ostasiengeschwaders der kaiserlichen Marine in Tsingtau stationiert und erkundete zusammen mit seiner Frau touristisch die [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"featured_media":5023,"template":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-json\/wp\/v2\/portrait\/6212"}],"collection":[{"href":"https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-json\/wp\/v2\/portrait"}],"about":[{"href":"https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-json\/wp\/v2\/types\/portrait"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-json\/wp\/v2\/portrait\/6212\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6705,"href":"https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-json\/wp\/v2\/portrait\/6212\/revisions\/6705"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5023"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6212"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}