{"id":4331,"date":"2019-05-05T07:30:23","date_gmt":"2019-05-05T05:30:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.alpenverein.de\/geschichte\/?p=4331"},"modified":"2021-01-20T11:42:10","modified_gmt":"2021-01-20T10:42:10","slug":"dav-und-sportklettern-bei-den-olympischen-spielen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/blog\/dav-und-sportklettern-bei-den-olympischen-spielen\/","title":{"rendered":"Der DAV und Sportklettern bei Olympia \u2013 passt das?"},"content":{"rendered":"<div class=\"teaser\">\n  <p>Der Alpenverein und die Olympischen Spiele \u2013 ganz klar war am Anfang nicht, dass diese beiden eines Tages mal so etwas wie Freunde werden. Doch bei aller (berechtigten) Kritik an der Maschinerie Olympia sieht der DAV vor allem Chancen in der Austragung des extra f\u00fcr die Spiele geschaffenen Kletter-Formats Olympic Combined. <\/p>\n    <div class=\"icon artikel\"><\/div>\n                  <\/div>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft is-resized\"><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/MKO_Olympic-Combined_2018_013_Jan-Hojer_Copyright-Marco-Kost-1600px-1024x683.jpg\" alt=\"Jan Hojer klettert bei der Deutschen Meisterschaft 2018. (Foto: DAV\/Marco Kost) \" class=\"wp-image-4852\" width=\"478\" height=\"318\" srcset=\"https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/MKO_Olympic-Combined_2018_013_Jan-Hojer_Copyright-Marco-Kost-1600px-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/MKO_Olympic-Combined_2018_013_Jan-Hojer_Copyright-Marco-Kost-1600px-300x200.jpg 300w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/MKO_Olympic-Combined_2018_013_Jan-Hojer_Copyright-Marco-Kost-1600px-768x512.jpg 768w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/MKO_Olympic-Combined_2018_013_Jan-Hojer_Copyright-Marco-Kost-1600px-447x298.jpg 447w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/MKO_Olympic-Combined_2018_013_Jan-Hojer_Copyright-Marco-Kost-1600px-894x596.jpg 894w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/MKO_Olympic-Combined_2018_013_Jan-Hojer_Copyright-Marco-Kost-1600px-1341x894.jpg 1341w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/MKO_Olympic-Combined_2018_013_Jan-Hojer_Copyright-Marco-Kost-1600px-680x453.jpg 680w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/MKO_Olympic-Combined_2018_013_Jan-Hojer_Copyright-Marco-Kost-1600px-1360x907.jpg 1360w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/MKO_Olympic-Combined_2018_013_Jan-Hojer_Copyright-Marco-Kost-1600px-180x120.jpg 180w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/MKO_Olympic-Combined_2018_013_Jan-Hojer_Copyright-Marco-Kost-1600px-360x240.jpg 360w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/MKO_Olympic-Combined_2018_013_Jan-Hojer_Copyright-Marco-Kost-1600px-540x360.jpg 540w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/MKO_Olympic-Combined_2018_013_Jan-Hojer_Copyright-Marco-Kost-1600px-214x143.jpg 214w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/MKO_Olympic-Combined_2018_013_Jan-Hojer_Copyright-Marco-Kost-1600px-428x285.jpg 428w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/MKO_Olympic-Combined_2018_013_Jan-Hojer_Copyright-Marco-Kost-1600px-642x428.jpg 642w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/MKO_Olympic-Combined_2018_013_Jan-Hojer_Copyright-Marco-Kost-1600px-1200x800.jpg 1200w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/MKO_Olympic-Combined_2018_013_Jan-Hojer_Copyright-Marco-Kost-1600px.jpg 1600w\" sizes=\"(max-width: 478px) 100vw, 478px\" \/><figcaption><em>Jan Hojer bei der Deutschen Meisterschaft 2018.<\/em> (Foto: DAV\/Marco Kost) <\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Die Bedingungen sind perfekt: Die Sonne scheint auf die Outdoor-Kletterw\u00e4nde im Hof des neu er\u00f6ffneten <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Landesleistungszentrums Bayern in Augsburg (opens in a new tab)\" href=\"https:\/\/www.dav-kletterzentrum-augsburg.de\/\" >Landesleistungszentrums Bayern in Augsburg<\/a>. Musik schallt aus den Lautsprechern. Der Moderator heizt die Zuschauer an, die auf dem Besucherh\u00fcgel mitfiebern. Mit dem gebotenen 360-Grad-Blick m\u00fcssen sie sich f\u00fchlen, als w\u00e4ren sie selbst ein Teil der Deutschen Meisterschaft. Kameras, Werbebanner und Medienleute beweisen, dass Sportklettern ein Event von gro\u00dfem, \u00f6ffentlichem Interesse ist. Am vorletzten Griff passiert es dann, der K\u00f6lner Jan Hojer rutscht ab. Trotzdem erntet er Applaus, denn es ist klar: Er darf sich nun Deutscher Meister nennen. Nur wenige Minuten zuvor hat sich Frederike Fell aus Freising bei M\u00fcnchen den Titel in der Konkurrenz der Damen gesichert. Das Besondere an dieser Veranstaltung an diesem 15. Juli 2018: Zum ersten Mal findet eine Deutsche Meisterschaft im neuen Olympic Combined-Format statt, das mit der Aufnahme des Sportkletterns in das Programm der Olympischen Spiele 2020 in Tokio geschaffen wurde.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2><strong>Das neue Format Olympic Combined&nbsp;<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright is-resized\"><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/18_0715_JKlatt_0814-1024x683.jpg\" alt=\"Das Wettkampfformat Olympic Combined wurde extra f\u00fcr die Spiele in Tokio geschaffen. (Foto: DAV\/Marco Kost) \" class=\"wp-image-4847\" width=\"423\" height=\"281\" srcset=\"https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/18_0715_JKlatt_0814-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/18_0715_JKlatt_0814-300x200.jpg 300w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/18_0715_JKlatt_0814-768x512.jpg 768w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/18_0715_JKlatt_0814-447x298.jpg 447w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/18_0715_JKlatt_0814-894x596.jpg 894w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/18_0715_JKlatt_0814-1341x894.jpg 1341w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/18_0715_JKlatt_0814-680x453.jpg 680w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/18_0715_JKlatt_0814-1360x907.jpg 1360w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/18_0715_JKlatt_0814-180x120.jpg 180w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/18_0715_JKlatt_0814-360x240.jpg 360w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/18_0715_JKlatt_0814-540x360.jpg 540w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/18_0715_JKlatt_0814-214x143.jpg 214w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/18_0715_JKlatt_0814-428x285.jpg 428w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/18_0715_JKlatt_0814-642x428.jpg 642w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/18_0715_JKlatt_0814-1200x800.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 423px) 100vw, 423px\" \/><figcaption><em>Das Wettkampfformat Olympic Combined wurde extra f\u00fcr die Spiele in Tokio geschaffen. <\/em>(Foto: DAV\/Marco Kost) <\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Bei Olympic Combined werden die bisherigen Disziplinen Speed, Bouldern und Lead nacheinander durchlaufen. Ein Combined-Wettkampf besteht aus Qualifikation und Finale. Die Ergebnisse der einzelnen Disziplinen werden multipliziert. Die Person mit dem niedrigsten Endergebnis gewinnt. <\/p>\n\n\n\n<p>Ziel des Speedkletterns ist der Durchstieg einer Route in der maximalen Geschwindigkeit. An einer standardisierten Kletterwand treten zwei Athletinnen oder Athleten im Ausschlussverfahren gegeneinander an. Entscheidend f\u00fcr die Sportlerinnen und Sportler sind eine hohe Greif- und Trittpr\u00e4zision sowie eine ausgepr\u00e4gte Schnell- und Maximalkraft. Am Ende der Route m\u00fcssen die Kletterinnen und Kletterer einen Knopf dr\u00fccken, um die genaue Zeit zu bestimmen. Beim Bouldern geht es nur bedingt um H\u00f6he und Zeit. Geklettert wird in Absprungh\u00f6he ohne Seil; eine Weichbodenmatte sichert einen m\u00f6glichen Sturz ab. Ziel ist es, anspruchsvolle Bewegungsabl\u00e4ufe und Einzelz\u00fcge zu meistern. Neben der richtigen Technik kommt es auf Beweglichkeit, Kraft und Ausdauer an. Das Leadklettern ist Klettern im urspr\u00fcnglichen Sinn. Geklettert wird mit Seil an circa zehn bis zwanzig Meter hohen Kunstw\u00e4nden. Eine zun\u00e4chst unbekannte Route muss innerhalb einer festen Zeit erfolgreich durchstiegen werden. Kurz vor jedem Wettkampf, mit Ausnahme der Disziplin Speed, bekommen die Kletterinnen und Kletterer sechs Minuten Zeit, sich die Route einzupr\u00e4gen. W\u00e4hrend die Konkurrenz in der Wand ist, m\u00fcssen sie sich dann in der sogenannten Isolationszone aufhalten, damit sie sich nicht gegenseitig beobachten und voneinander lernen \u2013 Voraussetzung f\u00fcr einen vergleichbaren und fairen Wettkampf. Die- oder derjenige gewinnt, der die gr\u00f6\u00dfte erzielte H\u00f6he in der angegebenen Zeit erreicht hat.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2><strong>Die Entwicklung des Sportkletterns bis hin zu Olympia<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Ma\u00dfgeblich beteiligt an der Entwicklung des Sportkletterns in den letzten Jahren war und ist die <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"International Federation of Sport Climbing (IFSC) (opens in a new tab)\" href=\"https:\/\/www.ifsc-climbing.org\/\" >International Federation of Sport Climbing (IFSC)<\/a>. Diese organisiert seit ihrer Ausgliederung aus der <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Union Internationale des Associations d\u2019Alpinisme (UIAA) (opens in a new tab)\" href=\"https:\/\/www.theuiaa.org\/\" >Union Internationale des Associations d\u2019Alpinisme (UIAA)<\/a>, dem Weltverband der alpinen Organisationen, im Jahr 2007 die internationalen Wettk\u00e4mpfe der bestehenden Disziplinen im Sportklettern. <\/p>\n\n\n\n<p>Sportklettern zu den Olympischen Spiele zu bringen, war bereits bei Gr\u00fcndung der IFSC eines ihrer Ziele. Im Sommer 2016 beschloss schlie\u00dflich das Internationale Olympische Komitee, f\u00fcnf neue Sportarten in das Programm der Olympischen Sommerspiele 2020 in Tokio aufzunehmen. Neben dem Sportklettern werden Surfen, Baseball, Skateboarden sowie Karate dabei sein. Mit der Aufnahme neuer, aktueller Sportarten f\u00fcr jeweils nur einen Austragungsort will das IOC unter anderem erreichen, f\u00fcr ein j\u00fcngeres Publikum attraktiv zu bleiben.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Das wettkampfm\u00e4\u00dfige Sportklettern, vor allem das Speedklettern, hat in der ehemaligen UdSSR eine lange Tradition, die bis in die 1950er-Jahre zur\u00fcckreicht. Seit den 1980er-Jahren <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"organisiert auch der Deutsche Alpenverein Kletterwettk\u00e4mpfe (opens in a new tab)\" href=\"https:\/\/www.alpenverein.de\/geschichte\/blog\/geschichte-klettern-freiklettern\/\" >organisiert auch der Deutsche Alpenverein Kletterwettk\u00e4mpfe<\/a>. Er baut seine Strukturen aus und professionalisiert sie. Allein die Zahl der Kletterm\u00f6glichkeiten an k\u00fcnstlichen Anlagen steigt enorm an. So existieren Ende der 1980er-Jahre in Deutschland gerade einmal 20 Kletteranlagen, bis zur Jahrtausendwende w\u00e4chst diese Zahl auf etwa 180. Heute k\u00f6nnen Breiten- und Spitzensportlerinnen und -sportler in rund 500 Hallen trainieren, die allerdings nicht nur der Alpenverein betreibt. Speziell f\u00fcr die Sportlerinnen und Sportler des Olympiakaders 2020 stehen auf ihre Anforderungen abgestimmte Kletterm\u00f6glichkeiten in Leistungszentren und drei hauptberufliche Bundestrainer bereit. F\u00fcr den Gesch\u00e4ftsbereichsleiter des Deutschen Alpenvereins im Bereich Bergsport, Wolfgang Wabel, kann das Sportklettern mit diesen Ausgangsbedingungen selbstbewusst in die Olympischen Spiele einsteigen:&nbsp;<\/p>\n\n\n<div class=\"highlight-block grid\">\n  <div class=\"col-3_sm-2\">\n    <div class=\"icon-wrapper left\">\n      <i class=\"icon Zitat\"><\/i>\n    <\/div>\n  <\/div>\n  <div class=\"col-9_sm-10 body\">\n    <p><\/p>\n    <p>\u00bbOlympia braucht Klettern mehr als Klettern Olympia braucht!\u00ab \u2013 Wolfgang Wabel, Gesch\u00e4ftsleiter des DAV im Bereich Bergsport (201, in &#8222;Die Berge und wir&#8220;)<\/p>\n  <\/div>\n<\/div>\n\n\n\n\n<h2><strong>F\u00fcr und wider die Maschinerie Olympia<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\">Die Entscheidung f\u00fcr das neue Kletter-Wettkampfformat Olympic Combined, genau wie f\u00fcr die Institution Olympia an sich, hat innerhalb und au\u00dferhalb der Kletterszene heftige Diskussionen ausgel\u00f6st.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDas olympische Klettern, das Indoor-Klettern, ist f\u00fcr mich Plastikklettern, es geht dabei um einen Kr\u00e4ftevergleich\u201c, sagt zum Beispiel der Boulderer Bernd Zangerl im Interview mit dem Tagesspiegel im vergangenen Jahr. <a aria-label=\"Den Pionieren des Freikletterns in den 1970er- und 1980er-Jahren (opens in a new tab)\" rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.alpenverein.de\/geschichte\/blog\/geschichte-klettern-freiklettern\/\" >Den Pionieren des Freikletterns in den 1970er- und 1980er-Jahren<\/a> sei es um das Abenteuer gegangen, um die Entdeckung von unbekanntem Terrain, neuen Gipfeln und Herausforderungen \u2013 \u201ees ging darum, die Grenzen und M\u00f6glichkeiten auszuloten\u201c. Das Klettern drau\u00dfen habe vor allem mit Inspiration und Kreativit\u00e4t zu tun und Indoor-Klettern mit diesen Urspr\u00fcngen nicht mehr viel gemein.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft is-resized\"><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/BWC_6108-1024x683.jpg\" alt=\"Mehr Zuschauer, mehr mediale Aufmerksamkeit, mehr Geld \u2013 das sind die Vorteile von Sportklettern bei Olympia. (Foto: DAV\/Bernd Kremer)\" class=\"wp-image-4850\" width=\"536\" height=\"356\" srcset=\"https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/BWC_6108-300x200.jpg 300w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/BWC_6108-768x512.jpg 768w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/BWC_6108-447x298.jpg 447w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/BWC_6108-894x596.jpg 894w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/BWC_6108-1341x894.jpg 1341w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/BWC_6108-680x453.jpg 680w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/BWC_6108-1360x907.jpg 1360w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/BWC_6108-180x120.jpg 180w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/BWC_6108-360x240.jpg 360w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/BWC_6108-540x360.jpg 540w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/BWC_6108-214x143.jpg 214w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/BWC_6108-428x285.jpg 428w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/BWC_6108-642x428.jpg 642w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/BWC_6108-1200x800.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 536px) 100vw, 536px\" \/><figcaption><em>Mehr Zuschauer, mehr mediale Aufmerksamkeit, mehr Geld \u2013 das sind die Vorteile von Olympia.<\/em> (Foto: DAV\/Bernd Kremer)<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Olaf Tabor, seit 2012 Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Deutschen Alpenvereins und einer der Bef\u00fcrworter der Olympiateilnahme, sieht vor allem die gro\u00dfe Chance, die Olympia bedeutet. So erhalte das Sportgeschehen weltweite mediale Aufmerksamkeit, die Bekanntheit der Athletinnen und Athleten steige schlagartig. Nationale Verb\u00e4nde erhielten teils erstmals staatliche F\u00f6rderungen. Diese w\u00fcrden in die Sportlerinnen und Sportler investiert, um ihnen mit erweiterten Betreuungs- und Trainingsm\u00f6glichkeiten eine gezielte Olympiavorbereitung zu erm\u00f6glichen. Auch k\u00f6nne die Infrastruktur von Kletterhallen durch das zus\u00e4tzliche Geld ausgebaut und eine verbesserte Bewerbung des Kletterns in den Medien und der \u00d6ffentlichkeit realisiert werden. Die gesteigerte Aufmerksamkeit erleichtere es wiederum den Athletinnen und Athleten, Sponsorenvertr\u00e4ge abzuschlie\u00dfen. F\u00fcr die meisten bedeutet Olympia jedoch noch weitaus mehr \u2013 ein einmaliges und unvergleichliches Sporterlebnis, wie Tabor hervorhebt:\u00a0<\/p>\n\n\n<div class=\"highlight-block grid\">\n  <div class=\"col-3_sm-2\">\n    <div class=\"icon-wrapper left\">\n      <i class=\"icon Zitat\"><\/i>\n    <\/div>\n  <\/div>\n  <div class=\"col-9_sm-10 body\">\n    <p><\/p>\n    <p>\u00bbWer sich f\u00fcr Olympia qualifizieren will, muss viel daf\u00fcr opfern. Die Kletterer investieren viel Zeit in einer Lebensphase, in der ihre Altersgenossen ganz andere Dinge machen. Sie orientieren einen Teil ihres Lebens darauf, sie stellen ganz viele Dinge hinten an. Ich finde es \u00fcberaus bemerkenswert, wenn sich jemand f\u00fcr diesen teils steinigen Weg entscheidet. Das neue Format verlangt, dass die Athletinnen und Athleten in einem Wettkampf in k\u00fcrzester Zeit alle drei Disziplinen absolvieren. Viele Spitzenkletterer kommen dabei schon rein physisch an ihre Grenzen, weil allein die Haut an den Fingern die Belastung tolerieren muss. Von den konditionellen, motorischen und psychischen Anforderungen mal ganz abgesehen. Es gibt sicher viele andere Gleichaltrige, die sagen: &#8218;Auf Partys verzichten, Ausbildung verschieben oder strecken, viele angenehme Dinge des Lebens hintanstellen \u2013 im Leben nicht.&#8216; Aber die machen das.\u00ab Olaf Tabor, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer DAV (2019, in \u201eDie Berge und wir\u201c)<\/p>\n  <\/div>\n<\/div>\n\n\n\n\n<p>Neben den Chancen gebe es aber auch eine Kehrseite der Medaille: \u201eOlympia ist ein gro\u00dfes Gesch\u00e4ft, das negative Aspekte mit sich bringt: Doping, Manipulation, Kommerzialisierung\u201c, sagt Tabor. Eine derartige Veranstaltung ist au\u00dferdem stets verbunden mit staatlichem Einfluss und politischen Machtsymbolen. Boulderer Bernd Zangerl findet: \u201ePolitiker missbrauchen solche sportlichen Gro\u00dfereignisse immer wieder als pers\u00f6nliche Plattform.\u201c Weitere Gefahren, so die Diskussionen in verschiedenen Medien, entstehen durch die wachsende Bekanntheit der Sportlerinnen und Sportler und \u2013 damit verbunden \u2013 dem steigenden Erwartungs- und Leistungsdruck und der \u201eAbh\u00e4ngigkeit vom Medaillenz\u00e4hlen\u201c, so Tabor.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2><strong>Sportliche Kritik am neuen Format<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Das neue Wettkampfformat Olympic Combined, bei dem alle drei Disziplinen an einem Tag geleistet werden m\u00fcssen, steigert zus\u00e4tzlich den Druck auf Sportlerinnen und Sportler. Die \u00f6sterreichische Weltcupgesamtsiegerin im Bouldern, Anna St\u00f6hr, erkl\u00e4rt: \u201eEs ist schier so, als ob man Sprint, H\u00fcrdenlauf und Marathon zusammenfasst.\u201c Lena Herrmann, Sportkletterin aus dem Nationalkader, die nicht an den Olympischen Spielen teilnehmen wird, kritisiert ebenso vor allem die Kombination der Disziplinen: \u201eIch denke, dass die Entwicklung der einzelnen Disziplinen dadurch gebremst wird.\u201c Der zur Weltspitze z\u00e4hlende, tschechische Sportkletterer Adam Ondra zweifelt vor allem an den starren Vorgaben von Regeln und Zeitlichkeit beim Speedklettern: \u201eSportklettern kommt aus dem Felsklettern, und daraus sind die Disziplinen Lead und Bouldern entstanden; aber Speedklettern ist eine k\u00fcnstliche Disziplin, die hat meiner Meinung nach nicht viel gemein mit der Idee des Kletterns.\u201c \u00c4hnlich argumentiert die deutsche Medaillenhoffnung Alexander Megos aus Franken in einem Interview mit der&nbsp;S\u00fcddeutschen Zeitung:<\/p>\n\n\n<div class=\"highlight-block grid\">\n  <div class=\"col-3_sm-2\">\n    <div class=\"icon-wrapper left\">\n      <i class=\"icon Zitat\"><\/i>\n    <\/div>\n  <\/div>\n  <div class=\"col-9_sm-10 body\">\n    <p><\/p>\n    <p>\u00bbF\u00fcr mich ist Felsklettern das wirkliche Klettern, weil Klettern nicht nur eine Sportart ist, sondern eine ganze Lebenseinstellung. [&#8230;] Das Klettern ist jetzt in dieses Format gepresst worden, und so wird es der ganzen Welt bei Olympia pr\u00e4sentiert. Es kommt mir so vor, als w\u00e4re dieses ganze Olympia-Format eine Verzerrung der Wirklichkeit.\u00ab \u2013 Alexander Megos, Kletterer (17.7.201, S\u00fcddeutsche Zeitung)<\/p>\n  <\/div>\n<\/div>\n\n\n\n\n<p>Dennoch betont Megos, dass \u201edie meisten Spitzenkletterer gesehen haben, dass es eine Chance darstellt, den Sport bei Olympia einem gr\u00f6\u00dferen Publikum zu pr\u00e4sentieren.\u201c So auch Adam Ondra, der trotz seiner Zweifel an allen Weltcups zur Olympia-Vorbereitung teilnehmen m\u00f6chte: \u201eOlympia ist ein ganz gro\u00dfes Ziel f\u00fcr mich, und ich werde alles tun, so gut wie m\u00f6glich vorbereitet zu sein.\u201c<\/p>\n\n\n\n<h2><strong>Training im neuen Nationalkader<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Romy Fuchs brennt seit ihrer Kindheit f\u00fcrs Sportklettern. Mit acht Jahren nimmt sie schon an einem Kinderprogramm teil. Als Alexander Averdunk sieben Jahre alt ist, macht in der N\u00e4he seines Wohnorts eine Kletterhalle auf. Jetzt sind beide im Nationalteam von Bundestrainer Urs St\u00f6cker mit dem Ziel Olympia. <\/p>\n\n\n\n<iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/open.spotify.com\/embed-podcast\/episode\/3yuXJ2vbnQaNjppivlNWiv\" allowtransparency=\"true\" allow=\"encrypted-media\" width=\"100%\" height=\"232\" frameborder=\"0\"><\/iframe>\n\n\n\n<p>\u201eMit den Gedanken ist man auf jeden Fall jeden Tag beim Klettern\u201c, schw\u00e4rmt Alex. Auch Romys t\u00e4gliches Leben dreht sich um nichts anderes mehr. Romy schw\u00e4rmt von der \u201eentspannten Community\u201c und dem besonderen Miteinander unter den Kletterern und Kletterinnen, f\u00fcr beide ist die Kletterszene wie eine gro\u00dfe Familie.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Dennoch reicht das Geld bei beiden noch nicht, um den Sport hauptberuflich zu betreiben. \u201eAuf unserem Level muss man quasi alle Weltcups gewinnen und zus\u00e4tzlich gute Sponsoren haben, um davon leben zu k\u00f6nnen. Ich m\u00f6chte auf jeden Fall noch etwas anderes machen und erst einmal studieren\u201c, erkl\u00e4rt Romy. Alex arbeitet nebenher in einer Boulderhalle in M\u00fcnchen, mit dem Studium habe sich das Klettern nicht vereinbaren lassen, \u201eweil ich manchmal mehrere Monate f\u00fcr Wettk\u00e4mpfe unterwegs war. Dann ist es schwer, die Pr\u00fcfungen zu bestehen\u201c, erz\u00e4hlt er. \u201eH\u00f6chstens Ausnahmeathleten wie ein Adam Ondra k\u00f6nnen von ihrer sportlichen Aktivit\u00e4t leben\u201c, denkt auch Olaf Tabor.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed-vimeo wp-block-embed is-type-video is-provider-vimeo wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/player.vimeo.com\/video\/334446931?dnt=1&amp;app_id=122963\" width=\"1440\" height=\"810\" frameborder=\"0\" allow=\"autoplay; fullscreen; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p>Trainiert wird an f\u00fcnf oder sechs Tagen die Woche, jeweils drei Stunden lang, erz\u00e4hlt Romy, manchmal auch zwei Mal pro Tag, dann jeweils zwei Stunden. Man brauche jedoch auch Ruhetage, vor allem f\u00fcr die Regeneration der Haut an den Fingerkuppen. Feste Trainingseinheiten finden gemeinsam mit dem Nationaltrainer statt. Den Rest kann sie nach einem Trainingsplan selbst gestalten. \u201eIn der Fr\u00fch beginnt man meist mit Krafttraining oder Campusboard, am Abend geht es mit dem Bouldern weiter oder man geht Seilklettern, es ist wirklich sehr abwechslungsreich\u201c, berichtet Romy. Da die Wettk\u00e4mpfe stets am Morgen starten, reisen die Athletinnen und Athleten meistens bereits am Tag zuvor an. Oft habe man n\u00e4mlich schon um sieben oder acht Uhr Isolationsschluss, erkl\u00e4rt Alex: \u201eIch w\u00e4rme mich immer ungef\u00e4hr zwei Stunden vor dem Start auf.\u201c Jede und jeder habe aber ihr oder sein individuelles Aufw\u00e4rmprogramm. Romy macht zum Beispiel morgens im Hotel noch Yoga. \u201eDann geht man in die Isolationszone. Es kann passieren, dass man dort bis zu f\u00fcnf Stunden auf seinen Start warten muss. In dieser Zeit w\u00e4rme ich mich nat\u00fcrlich nicht nur auf, sondern quatsche eine Runde mit den anderen, spiele Karten oder schlafe ein bisschen\u201c, erz\u00e4hlt sie. <\/p>\n\n\n\n<p>Auch beim Wettkampf h\u00e4lt das Team zusammen. Mit dem franz\u00f6sischen Begriff \u201eAllez!\u201c feuert es sich gegenseitig an. \u201eBeim Combined macht man alle drei Disziplinen so kurz hintereinander, dass nat\u00fcrlich auch das Aufw\u00e4rmen und die Pausenzeiten angepasst werden m\u00fcssen,\u201c sagt Romy. Insgesamt meint Alex zur Olympiateilnahme: \u201eIch glaube, wir sind professioneller geworden. Vor ein paar Jahren noch habe ich nur ein bis zwei Mal die Woche trainiert. Ich denke schon, dass das Leistungsniveau gestiegen ist, dazu geh\u00f6rt auch der gestiegene Trainingsumfang und dass alle Nationen intensiver trainieren.\u201c Und auch der Verband habe sich professionalisiert. In Bezug auf das Dreierformat \u00e4u\u00dfert jedoch auch Romy Bedenken: \u201eWenn man alle drei Disziplinen trainieren muss, ist es schwierig, die absolute Maximalleistung in der Einzeldisziplin zu bringen.\u201c Sie hoffe, dass die einzelnen Disziplinen dadurch nicht an Qualit\u00e4t verlieren. Jedoch sei das neue Format auch ein Ansporn. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns has-2-columns\">\n<div class=\"wp-block-column\">\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" width=\"683\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/MKO_BWC-2018_Munich_Qualification-Women_Romy-Fuchs_141_Copyright-Marco-Kost-1600px-683x1024.jpg\" alt=\"Romy Fuchs klettert beim Boulderweltcup 2018 in M\u00fcnchen in der Qualifikation. (Foto: DAV\/Marco Kost) \" class=\"wp-image-4848\" srcset=\"https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/MKO_BWC-2018_Munich_Qualification-Women_Romy-Fuchs_141_Copyright-Marco-Kost-1600px-683x1024.jpg 683w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/MKO_BWC-2018_Munich_Qualification-Women_Romy-Fuchs_141_Copyright-Marco-Kost-1600px-200x300.jpg 200w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/MKO_BWC-2018_Munich_Qualification-Women_Romy-Fuchs_141_Copyright-Marco-Kost-1600px-768x1152.jpg 768w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/MKO_BWC-2018_Munich_Qualification-Women_Romy-Fuchs_141_Copyright-Marco-Kost-1600px-447x670.jpg 447w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/MKO_BWC-2018_Munich_Qualification-Women_Romy-Fuchs_141_Copyright-Marco-Kost-1600px-894x1341.jpg 894w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/MKO_BWC-2018_Munich_Qualification-Women_Romy-Fuchs_141_Copyright-Marco-Kost-1600px-680x1020.jpg 680w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/MKO_BWC-2018_Munich_Qualification-Women_Romy-Fuchs_141_Copyright-Marco-Kost-1600px-180x270.jpg 180w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/MKO_BWC-2018_Munich_Qualification-Women_Romy-Fuchs_141_Copyright-Marco-Kost-1600px-360x540.jpg 360w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/MKO_BWC-2018_Munich_Qualification-Women_Romy-Fuchs_141_Copyright-Marco-Kost-1600px-540x810.jpg 540w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/MKO_BWC-2018_Munich_Qualification-Women_Romy-Fuchs_141_Copyright-Marco-Kost-1600px-214x321.jpg 214w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/MKO_BWC-2018_Munich_Qualification-Women_Romy-Fuchs_141_Copyright-Marco-Kost-1600px-428x642.jpg 428w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/MKO_BWC-2018_Munich_Qualification-Women_Romy-Fuchs_141_Copyright-Marco-Kost-1600px-642x963.jpg 642w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/MKO_BWC-2018_Munich_Qualification-Women_Romy-Fuchs_141_Copyright-Marco-Kost-1600px.jpg 1067w\" sizes=\"(max-width: 683px) 100vw, 683px\" \/><figcaption><em>Romy Fuchs beim Boulderweltcup 2018 in M\u00fcnchen in der Qualifikation.<\/em> (Foto: DAV\/Marco Kost) <\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column\">\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" width=\"683\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/MKO_BWC-2018_Munich_Semi-Finals_Alex-Averdunk_061_Copyright-Marco-Kost-1600px-683x1024.jpg\" alt=\"Alexander Averdunk klettert im Halbfinale beim Boulderweltcup in M\u00fcnchen 2018. (Foto: DAV\/Marco Kost) \" class=\"wp-image-4849\" srcset=\"https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/MKO_BWC-2018_Munich_Semi-Finals_Alex-Averdunk_061_Copyright-Marco-Kost-1600px-683x1024.jpg 683w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/MKO_BWC-2018_Munich_Semi-Finals_Alex-Averdunk_061_Copyright-Marco-Kost-1600px-200x300.jpg 200w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/MKO_BWC-2018_Munich_Semi-Finals_Alex-Averdunk_061_Copyright-Marco-Kost-1600px-768x1152.jpg 768w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/MKO_BWC-2018_Munich_Semi-Finals_Alex-Averdunk_061_Copyright-Marco-Kost-1600px-447x670.jpg 447w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/MKO_BWC-2018_Munich_Semi-Finals_Alex-Averdunk_061_Copyright-Marco-Kost-1600px-894x1341.jpg 894w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/MKO_BWC-2018_Munich_Semi-Finals_Alex-Averdunk_061_Copyright-Marco-Kost-1600px-680x1020.jpg 680w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/MKO_BWC-2018_Munich_Semi-Finals_Alex-Averdunk_061_Copyright-Marco-Kost-1600px-180x270.jpg 180w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/MKO_BWC-2018_Munich_Semi-Finals_Alex-Averdunk_061_Copyright-Marco-Kost-1600px-360x540.jpg 360w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/MKO_BWC-2018_Munich_Semi-Finals_Alex-Averdunk_061_Copyright-Marco-Kost-1600px-540x810.jpg 540w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/MKO_BWC-2018_Munich_Semi-Finals_Alex-Averdunk_061_Copyright-Marco-Kost-1600px-214x321.jpg 214w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/MKO_BWC-2018_Munich_Semi-Finals_Alex-Averdunk_061_Copyright-Marco-Kost-1600px-428x642.jpg 428w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/MKO_BWC-2018_Munich_Semi-Finals_Alex-Averdunk_061_Copyright-Marco-Kost-1600px-642x963.jpg 642w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/MKO_BWC-2018_Munich_Semi-Finals_Alex-Averdunk_061_Copyright-Marco-Kost-1600px.jpg 1067w\" sizes=\"(max-width: 683px) 100vw, 683px\" \/><figcaption><em>Alexander Averdunk im Halbfinale beim Boulderweltcup in M\u00fcnchen 2018.<\/em> (Foto: DAV\/Marco Kost) <\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n<div class=\"highlight-block grid\">\n  <div class=\"col-3_sm-2\">\n    <div class=\"icon-wrapper left\">\n      <i class=\"icon Zitat\"><\/i>\n    <\/div>\n  <\/div>\n  <div class=\"col-9_sm-10 body\">\n    <p><\/p>\n    <p>\u00bbWenn man sich die Vergangenheit anschaut, in der man an den Wochenenden zum Klettern ins Gebirge gefahren ist, mit nur wenigen selbst gelegten Sicherungen, so richtig &#8218;old school&#8216;, dann ist das Klettern jetzt nat\u00fcrlich komplett anders. Das ist aber einfach auch eine nat\u00fcrliche Entwicklung. Alles wird besser gemacht, stabiler und bequemer. Ich gehe ebenfalls gerne am Fels klettern und dort empfinde ich ein Freiheitsgef\u00fchl, welches ich auch in der Halle empfinde, dies wird nicht durch die neuen Entwicklungen im Sportklettern beeinflusst.\u00ab \u2013 Romy Fuchs, Nationalkader-Athletin Klettern (24.7.2018, in \u201eDie Berge und wir\u201c)<\/p>\n  <\/div>\n<\/div>\n\n\n\n\n<h2><strong>Die Verj\u00fcngung des Verbands&nbsp;<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft is-resized\"><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/73.-DAV-Kletter-und-Boulderzentrum-M\u00fcnchen-Nord.-Hansi-Heckmaier-1600px-1024x683.jpg\" alt=\"DAV Kletter- und Boulderzentrum M\u00fcnchen Nord. (Foto: DAV\/Hansi Heckmaier)\" class=\"wp-image-4857\" width=\"289\" height=\"193\" srcset=\"https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/73.-DAV-Kletter-und-Boulderzentrum-M\u00fcnchen-Nord.-Hansi-Heckmaier-1600px-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/73.-DAV-Kletter-und-Boulderzentrum-M\u00fcnchen-Nord.-Hansi-Heckmaier-1600px-300x200.jpg 300w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/73.-DAV-Kletter-und-Boulderzentrum-M\u00fcnchen-Nord.-Hansi-Heckmaier-1600px-768x512.jpg 768w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/73.-DAV-Kletter-und-Boulderzentrum-M\u00fcnchen-Nord.-Hansi-Heckmaier-1600px-447x298.jpg 447w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/73.-DAV-Kletter-und-Boulderzentrum-M\u00fcnchen-Nord.-Hansi-Heckmaier-1600px-894x596.jpg 894w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/73.-DAV-Kletter-und-Boulderzentrum-M\u00fcnchen-Nord.-Hansi-Heckmaier-1600px-1341x894.jpg 1341w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/73.-DAV-Kletter-und-Boulderzentrum-M\u00fcnchen-Nord.-Hansi-Heckmaier-1600px-680x453.jpg 680w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/73.-DAV-Kletter-und-Boulderzentrum-M\u00fcnchen-Nord.-Hansi-Heckmaier-1600px-1360x907.jpg 1360w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/73.-DAV-Kletter-und-Boulderzentrum-M\u00fcnchen-Nord.-Hansi-Heckmaier-1600px-180x120.jpg 180w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/73.-DAV-Kletter-und-Boulderzentrum-M\u00fcnchen-Nord.-Hansi-Heckmaier-1600px-360x240.jpg 360w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/73.-DAV-Kletter-und-Boulderzentrum-M\u00fcnchen-Nord.-Hansi-Heckmaier-1600px-540x360.jpg 540w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/73.-DAV-Kletter-und-Boulderzentrum-M\u00fcnchen-Nord.-Hansi-Heckmaier-1600px-214x143.jpg 214w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/73.-DAV-Kletter-und-Boulderzentrum-M\u00fcnchen-Nord.-Hansi-Heckmaier-1600px-428x285.jpg 428w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/73.-DAV-Kletter-und-Boulderzentrum-M\u00fcnchen-Nord.-Hansi-Heckmaier-1600px-642x428.jpg 642w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/73.-DAV-Kletter-und-Boulderzentrum-M\u00fcnchen-Nord.-Hansi-Heckmaier-1600px-1200x800.jpg 1200w, https:\/\/services.alpenverein.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/73.-DAV-Kletter-und-Boulderzentrum-M\u00fcnchen-Nord.-Hansi-Heckmaier-1600px.jpg 1600w\" sizes=\"(max-width: 289px) 100vw, 289px\" \/><figcaption><em>DAV Kletter- und Boulderzentrum M\u00fcnchen Nord.<\/em> (Foto: DAV\/Hansi Heckmaier)<br><\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Der Deutsche Alpenverein hat sich in den letzten Jahren gewandelt. \u201eWir sind heute viel j\u00fcnger, als manche glauben\u201c, so Olaf Tabor. Gerade durch das Sportklettern durchlebe der DAV einen Imagewandel, vom traditionellen Bergsteigerverband hin zu einem moderner werdenden Sportverband. Zudem haben \u201einsbesondere die Kletteranlagen daf\u00fcr gesorgt, dass der Alpenverein im st\u00e4dtischen Raum sichtbarer wird.\u201c Etwa die H\u00e4lfte der Kletteranlagen in Deutschland <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"werden vom Alpenverein betrieben (opens in a new tab)\" href=\"https:\/\/www.alpenverein.de\/geschichte\/blog\/geschichte-klettern-freiklettern\/\" >werden vom Alpenverein betrieben<\/a>, der Klettersport ist von einer ehemaligen Randsportart in die Mitte der Gesellschaft ger\u00fcckt. Rund 500.000 aktive Kletterinnen und Kletterer z\u00e4hlt der Alpenverein inzwischen in Deutschland. F\u00fcr Sponsoren und Medien wird Sportklettern zunehmend interessant. Der Alpenverein unterst\u00fctzt dies durch die eigene Kommunikations- und Vermarktungsinitiative \u201eClimb to Tokyo\u201c. Bei allem Engagement bleibt dem Alpenverein jedoch die Herausforderung, den Spagat zwischen bergsportlicher Tradition und modernem, urbanem Sport zu meistern.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Katharina Kestler, 2019.<\/em><\/p>\n\n\n<div class=\"block-source\">\n  <h5 class=\"h5 dim\">Mehr zum Thema: <\/h5>\n  <p class=\"h5 dim\">Sebastian Bretzel, Leonie Meltzer, Silena Toman: Climb To Tokyo. Klettern bei den Olympischen Spielen 2020, in: DAV (Hrsg.): Die Berge und wir. 150 Jahre Deutscher Alpenverein, M\u00fcnchen 2019<br> <\/p>\n<\/div>\n\n<div class=\"link-teaser\">\n  <div class=\"container\">\n      <a class=\"no-hover\" href=\"https:\/\/www.dav-shop.de\/productdetails.aspx?id=10000735&#038;itemno=9JU094\"  rel=\"noopener\">\n        <div class=\"table-wrapper grid\">\n          <div class=\"col-2_sm-2\">\n            <div class=\"icon-wrapper\">\n              <i class=\"icon book\"><\/i>\n            <\/div>\n          <\/div>\n          <div class=\"col-10_sm-10\">\n          <h4 class=\"title\">Noch mehr zur Geschichte gibt es im Buch \u201eDie Berge und wir. 150 Jahre Deutscher Alpenverein\u201c<\/h4>\n          <div class=\"text\">Zu finden unter anderem im Online-Shop des DAV<i class=\"icon chevron small\"><\/i><\/div>\n          <\/div>\n        <\/div>\n      <\/a>\n  <\/div>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Bedingungen sind perfekt: Die Sonne scheint auf die Outdoor-Kletterw\u00e4nde im Hof des neu er\u00f6ffneten Landesleistungszentrums Bayern in Augsburg. Musik schallt aus den Lautsprechern. Der Moderator heizt die Zuschauer an, die auf dem Besucherh\u00fcgel mitfiebern. Mit dem gebotenen 360-Grad-Blick m\u00fcssen sie sich f\u00fchlen, als w\u00e4ren sie selbst ein Teil der Deutschen Meisterschaft. 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